Häkelkette

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Samstag, 19. August 2017

Buchvorstellung: "Wenn du vergisst" von Lisa Ballantyne


Es ist Samstag und damit Zeit für ein neues Buch. Und wie immer kommt hier der Klappentext:

Die Londoner Lehrerin Margaret Holloway ist auf dem Weg von der Schule nach Hause, als ihr Wagen in einen Unfall gerät. Sie ist gefangen in dem Fahrzeug, das kurz davor ist, in Flammen aufzugehen. Ein Fremder befreit sie und verschwindet sofort wieder. Anfangs kann sich Margaret kaum an etwas erinnern – wie so oft in ihrem Leben. Nur die Narben im Gesicht des Mannes sind ihr deutlich vor Augen. Doch nach und nach kehren die Erinnerungen zurück: nicht nur an den Unfall, sondern auch an Erlebnisse in ihrer Kindheit in Schottland, die sie allzu lange verdrängt hat …

Margaret gerät auf dem Heimweg in eine Massenkarambolage. Alleine gelingt es ihr nicht, sich aus dem Auto zu befreien. Und das Fahrzeug ist kurz davor, in Brand zu geraten. Da steht plötzlich ein Fremder vor dem Wagen, das Gesicht voller Narben, der sie aus dem Auto befreit und dann sofort wieder verschwindet.

Dieses Gesicht lässt Margaret nicht los. Und das Trauma des Unfalls hat in ihr auch Erinnerungen an eine Zeit in ihrer Kindheit geweckt, die sich für immer vergessen geglaubt hatte. Sie weiß, dass sie eine lange Zeit im Krankenhaus verbracht hat, aber ihre Eltern rieten ihr stets, das am besten uu vergessen. Aber nun möchte sie wissen, was damals passiert ist.   Margartes Mutter lebt nicht mehr, aber Margaret weiß, dass es im Dachboden ihres Elternhauses Tagebücher von ihr gibt. Sie findet ein Tagebuch und einen Karton mit Zeitungsausschnitten, den sie mit nach Hause nimmt.

Auch der geheimnisvolle Retter lässt ihr keine Ruhe. Sie weiß, dass auch er verletzt war, deshalb fragt sie im Krankenhaus nach ihm. Dort erfährt sie, dass er wohl keine Angehörigen hat und kurz nach der Einlieferung ins Koma gefallen ist.  Margaret spürt eine seltsame Verbindung zu ihm und besucht ihn immer wieder...

früher:  Georg ist ein freundlicher junger Mann, der leider Mitglied einer recht kriminellen Familie ist. Sein Vater ist das gefürchtete Oberhaupt der Familie, der es auch immer wieder mit der Polizei zu tun bekommt, dem aber nie etwas nachgewiesen werden kann. Georg hat als Kind schwer unter seiner Aggressivität zu leiden... Als Jugendlicher lernt Georg Kathleen kennen und verliebt sich in sie. doch ihre Eltern wollen die Verbindung auf jeden Fall verhindern. Als Kathleen dann schwanger wird, zieht sie vorübergehend fort. Zur Entbindung kommt sie aber nach Hause und zufällig ist Georg bei der Geburt seiner Tochter Molly dabei und total überwältigt... Aber auch diesmal siegt bei Kathleen die Vernunft und sie lehnt seinen Heiratsantrag ab...
Doch Georg lässt das nicht los. Ein paar Jahre später kann er "zufällig" aus der Autowerkstatt seines Vaters einen Koffer mit Geld mitnehmen. Und er weiß, von dem kleinen Haus in Südengland, einem Vermächtnis seiner Großmutter mütterlicherseits. Er macht sich auf den Weg um Kathleen erneut um ihre Hand zu bitten und möchte mit ihr und seiner Tochter ein neues Leben beginnen.
Aber Kathleen ist inzwischen verheiratet. Auf der Straße trifft er Molly und möchte ein Gespräch mit ihr führen, aber Molly möchte nicht und so entführt er sie kurzerhand. Er glaubt, wenn das Mädchen ihn besser kennen lernt, dann möchte sie vielleicht bei ihm bleiben ....

Ich fand das Buch extrem fesselnd. Zum einen erleben wir Margaret, die sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit macht und einen schweren Unfall verarbeiten muss.

Zum anderen wird die Geschichte von Georg erzählt, einem naiven jungen Mann, der allzu spontan handelt und dem das Leben schon hart mitgespielt hat. Man schließt ihn sofort ins Herz, aber die Lage in die er sich gebracht hat, ist mehr als aussichtslos....

Das Buch ist ganz besonders: Es ist eine sehr gefühlvolle  Familiengeschichte und es ist ein Krimi mit viel Spannung. Für mich war es das erste Buch, das ich von Lisa Ballantyne gelesen habe, aber sicher nicht das letzte.

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