Häkelkette

Häkelkette

Montag, 24. Juli 2017

Umbrien

 In diesem Jahr haben wir ja bereits einen Urlaub an der Ostsee verbracht und sehr genossen. Aber nun im Juli hatte mein Mann nochmal Urlaub und weil wir uns etwas Gutes tun wollten, haben wir uns mal wieder für Umbrien entschieden.

Diese hügelige Landschaft mit ihren vielen Sonnenblumenfeldern, den Pinien und Zypressen, wunderbaren alten Dörfern auf den Hügeln und vor allem dem Lago Trasimeno lässt mein Herz immer höher schlagen.


Allerdings haben wir uns diesmal nicht für ein Hotel, sondern aufgrund der guten Erfahrungen im letzten Jahr auf Sizilien, wieder für ein Agriturismo entschieden. Unsere Wahl fiel auf die Locanda Pettino.

Eigentlich gehört es zur Gemeinde Campello sul clitunno, das nicht weit von Foligno, unserem früheren Urlaubsziel entfernt ist. Allerdings liegt Pettino weit außerhalb, 17 km den Berg hoch auf 1000 m Höhe. Und das hat sich als ganz wunderbar erwiesen. Denn unten im Tal und bei unseren Ausflügen nach Gubbio, Deruta, an den Lago Trasimeno usw. hatten wir immer Temperaturen über 35 Grad. Oben auf dem Berg waren es immer 10 Grad weniger. So dass wir nach unseren Tagesunternehmungen immer gemütlich auf der Terrasse sitzen konnten.



Und das war dann unser Lieblingsplatz. Hier konnte man nach Herzenslust lesen, handarbeiten oder eines der hauseigenen Tiere bekuscheln.




Am Abend wurden wir dann im hauseigenen Restaurant (das eigentlich nur von Freitag bis Sonntag geöffnet hat) mit herrlichen umbrischen Spezialitäten und Trüffeln satt verwöhnt.


Trotzdem mussten wir natürlich auch dem Restaurant Ciao-Ciao am Lago Trasimeno einen Besuch abstatten. Das kennen wir schon seit ca. 15 Jahren und es ist immer wieder eine Freude dort zu sitzen und zu essen.


Ein ganz besonderer Lieblingsplatz liegt hoch über dem Lago Trasimeno, das Il Scoiattolo. Von dort aus hat man den wunderbarsten Blick über den ganzen See. Man kann auf der Barterrasse sitzen und etwas trinken oder, wenn man sich etwas ganz besonderes gönnen will, im Restaurant eine hervorragende Bistecca fiorentina genießen.


Wir haben unseren Urlaub auch diesmal wieder sehr genossen und sind und sicher: wir kommen wieder!

Samstag, 15. Juli 2017

Buchvorstellung: "Und jetzt lass und tanzen" von Karine Lambert


Gleich vorneweg: Dieses Buch ist ein echtes Schätzchen! Doch nun wie immer der Reihe nach. Hier kommt der Klappentext:

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Zuerst war es das Cover, das mich bei diesem Buch angesprochen hat. Es hat so eine Leichtigkeit wie die Personen da in schwindelnder Höhe auf dem Drahtseil tanzen.... Ein Cover, das mich sehr neugierig auf den Inhalt gemacht hat.

Im Buch lernt man zuerst Marguerite kennen. Sie ist 78 Jahre alt und gerade Witwe geworden. Als junges Mädchen hatte sie ihren Mann Henri  kennengelernt und bei ihm Sicherheit gefunden. Ihre Beziehung verlief reibungslos, aber ohne allzu viel Nähe und Liebe. Henri war angesehener Notar, seriös und sehr konservativ. In Marguerites leben gab er den Ton an. Er bestimmte ihren Kleidungsstil, die Frisur und die Art der Lektüre.... Und Frederic ihr gemeinsamer Sohn ist ganz der Vater. Als Marguerite nun allein in ihrem Haus ist bekommt sie beinahe ein schlechtes Gewissen, als sie es wagt, den gewohnten Tagesablauf zu ändern, andere Bücher zu lesen und ihr Sohn ist entsetzt. Er schiebt es auf das Alter und meint, seine Mutter dürfe nicht alleine wohnen, sie wäre im Altersheim besser aufgehoben. Marguerite bespricht sich mit ihrem Hausarzt, der ihr zu einer Kur in den Bergen rät. Und obwohl ihr Sohn dagegen ist, dass sie alleine eine Reise unternimmt fährt sie los....

Dann lernt man Marcel Guedj kennen. Auch er ist Witwer und wohnt im selben Ort wie Marguerite. Aber so verschieden wie sie sind wären sie sich wohl nie über den Weg gelaufen. Marcel leidet noch immer unter dem Tod seiner Frau Nora, die er von Kindheit an geliebt hat. Die beiden sind im selben Ort in Algerien  aufgewachsen und beide Familien sind dann aus der Heimat geflohen. Als Nora wieder zurück geht bricht für ihn eine Welt zusammen  und erst als sie wieder bei ihm ist, ist sein Leben wieder lebenswert. Umso tragischer ist der Badeunfall am Meer bei dem Nora ums Leben gekommen ist. Marcels Tochter möchte, dass ihr Vater wieder mehr Lebensfreude bekommt und schenkt ihm eine Reise in die Berge.

Und dort im Kurhotel lernen sich die beiden dann kennen. Marguerite, die ihr Leben nach strengen Regeln verbracht hat, ist fasziniert von der Spontanität Marcels. Aber die beiden sind zuerst unsicher. Doch die Anziehung zwischen ihnen ist stark.  Zum Entsetzen ihres Sohnes reist sie mit ihm im Anschluss noch ein paar Tage ans Meer. Die beiden zweifeln selber. Kann es in ihrem Alter nochmal eine große Liebe geben? Die Familien sind dagegen, das ist ihnen bewusst. Ihre Beziehung schwankt zwischen Hoffnung und Mutlosigkeit.

Das Buch ist ganz wunderbar subtil geschrieben. Der Perspektivenwechsel zwischen den Personen macht es doppelt interessant zum Lesen. Man bedauert Marguerite, die nur Angepasstheit und Beherrschtheit kennt und freut sich mit ihr, wie sie langsam auftaut und kleine Schritte in eine neue Welt wagt. Man leidet mit Marcel, einem temperamentvollen Mann, der seine Frau viel zu früh verloren hat.

Das Buch ist zwar recht dünn, aber mit viel Gehalt. Es ist eine tiefgründige Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Es ist eine wunderbare Liebesgeschichte, die überhaupt nicht kitschig daher kommt.

Für mich gibt es ja immer wieder sogenannte "Highlight"-Bücher. Bücher, die sich von den vielen anderen, durchaus lesenswerten unterscheiden, weil sie etwas ganz besonderes sind. Dieses Buch gehört definitiv dazu.

Donnerstag, 13. Juli 2017

klein und fein


Momentan komme ich nur dazu Kleinigkeiten für mich zu fädeln. Denn ob ihr es glaubt oder nicht, ich bin beschäftige mich gerade mit mehreren Adventskalendern. Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass Heidi und ich uns immer sehr aufwendige Kalender bescheren. Und auch mit einer Gruppe von lieben Perlenfreundinnen werden wir in diesem Jahr einen Kalender gestalten. Und zuletzt konnte ich auch im Tauschforum nicht widerstehen.  Damit diese vielen Päckchen dann auch rechtzeitig fertig sind habe ich schon vor einiger Zeit damit begonnen..... Und es macht mir wahnsinnig viel Spaß! Nur zum Zeigen habe ich deshalb nicht so viel.


Aber so ein kleines "Festival of lights" Armband von Jil Wiseman habe ich schnell dazwischen geschoben..... Die machen sich einzeln gut, besonders schön sind sie aber in Serie.... Es werden also noch weitere entstehen...

Und damit beteilige ich mich heute bei RUMS ( http://rundumsweib.blogspot.de/ ). Schaut doch mal vorbei.

Dienstag, 11. Juli 2017

Sonnendrucke für die Sommerpost


Auch in diesem Jahr gab es vor kurzem eine Einladung zur SommerPostAktion ( https://post-kunst-werk.blogspot.de/ ). Diesmal sollen Stoffdrucke im Sonnendruckverfahren hergestellt werden. Die Teilnehmer sollten in Gruppen mit je 8 Personen aufgeteilt werden. Jeder sollte 8 Stoffstücke bedrucken und jeweils einem der anderen ein Stück schicken.  Primär dachte ich, das ist nichts für mich, weil ich ja keine Näherin bin und Stoffe nicht so zu meinem Beuteschema gehören. Aber Tabea zeigte mir gleich Beispiele, wie man diese Stoffe auch anders zum Einsatz bringen könnte. Als ich dann noch von Heidi ( http://meinsonnentagebuch.blogspot.de/ ) das Angebot bekam, mir ihr einen gemeinsam Stoffdrucktag zu machen, da war klar, dass ich an dieser Aktion teilnehmen würde.


So haben wir uns also letzen Donnerstag bei Heidi getroffen um gemeinsam unsere Sonnendrucke herzustellen. Das Wetter war absolut perfekt dafür. Als ich kam hatte Heidi den Tisch auf der Terrasse schon perfekt vorbereitet und auch die zu bedruckenden Stoffe lagen schon parat.

Die Musterschablonen hatten wir beide an den Vortagen schon zu Hause geschnitten. Zuerst versuchten wir, die Stofffarbe mit Sprühflaschen auf den feuchten Stoff zu bringen. Das funktionierte leider nur mäßig.... Deshalb gaben wir kurzentschlossen die Farbe in eine Kunststoffwanne und tauchten die Stoffe. Dann kamen die Schablonen drauf und wir warteten gespannt, bis die Sonne ihr Werk tat.


Seid ihr nun neugierig auf unsere Stoffe? Da müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden. Denn  unsere Stoffe werden im Laufe des Juli an die Teilnehmerinnen unserer Gruppen verschickt werden und erst wenn sie angekommen sind werde ich sie hier auf dem Blog zeigen. Jedenfalls waren wir so begeistert, dass wir deutlich mehr als erforderlich gedruckt haben.....

Und damit beteilige ich mich heute am Creadienstag ( http://www.creadienstag.de/ ), bei dein DienstagsDingen ( http://dienstagsdinge.blogspot.de/ ) und bei Handmade on Tuesday ( http://handmadeontuesday.blogspot.de/ ). Schaut doch mal vorbei. Und auch auf dem Post-Kunst-Werk-Blog könnt ihr schon Beispiele von Sonnendrucken und deren Verwendung sehen.

Samstag, 8. Juli 2017

Buchvorstellung: "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem


Auch in dieser Woche stelle ich euch ein spannendes Buch vor. Und wie ihr es gewohnt seid, beginne ich mit dem Klappentext:

Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt …

Carla wohnt in der Nähe von Stade in einer allein stehenden Bauernkate, die sie sehr liebt. Sie arbeitet als Köchin im Restaurant ihres Schwagers. Der Tod ihrer Schwester hat die beiden noch mehr zusammen geschweißt. Allerdings wird ihr Leben momentan durch einen Stalker getrübt. Monatelang schickte er ihr immer wieder bedrohliche Fotos, die ihr große Angst machen, vor allem weil die Briefe inzwischen keinen Poststempel mehr tragen. Sie wurden persönlich in ihren Briefkasten geworfen. Der Stalker scheint ihr immer näher zu kommen.  Das versetzt Carla in Angst und Schrecken.
Da erhält sie einen Anruf ihrer Halbschwester Ellen. Sie ist eine gefragte Architektin und lebt in ihrem eigenen Haus in Berlin. Sie bittet Carla zu ihr zu kommen, weil auch sie sich bedroht fühlt. Carlas Freundin und ihr Schwager überreden sie, der Einladung Ellens zu folgen um Abstand zu ihrer Situation in Stade zu bekommen. Carla reist also nach Berlin und ist erstmal erschlagen vom Wohnhaus ihrer Schwester. Alles ist hier computergesteuert und sogar das Öffnen der Türen erfolgt über einen Code auf dem Handy. Doch Ellen kann es gar nicht erwarten, mit Carla das Haus zu verlassen. Sie gehen in ein Restaurant. Ellen bekommt einen Anruf, geht kurz aus dem Restaurant und kommt nie wieder..... Ein paar Tage später wird ihre Leiche aus der Spree geborgen. Ellen war betrunken und alle gehen davon aus, dass ihr Tod ein tragischer Unfall war. Aber Carla kann daran nicht glauben, zumal ihre Schwester sie ja nach Berlin gebeten hatte, weil sie sich bedroht gefühlt hatte. Sie beginnt also auf eigene Faust zu recherchieren. Die anderen Hausbewohner helfen ihr dabei. Da ist ein freundlicher älterer Herr, der ihr hilft, sich mit der Technik des Hauses zurecht zu finden und der ihr immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Da ist Christian, der eigentlich mit einem Modell liiert ist, aber dennoch Carlas Aufmerksamkeit auf sich zieht. ....

Das Buch hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Carla ist eine sympathische Frau und ihre Erlebnisse mit dem Stalker machen sofort Gänsehaut. Als dann auch noch ihre Schwester ihr von ihrer Bedrohung erzählt hat mich das kurz etwas stocken lassen - so viel Zufall! (dachte ich zuerst) Und auch die Ereignisse im Berliner Haus erscheinen zuerst etwas dick aufgetragen. Aber so langsam kann Carla herausfinden, was ihre Schwester erlebt hat und was mit der Hausgemeinschaft los ist. Und die Spannung steigt und steigt. Die Autorin hat ihre Geschichte hervorragend konstruiert und es bleibt spannend bis zur letzen Seite. Also wieder mal ein Buch, das ich euch empfehlen kann.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Leinen für den Sommer


Auf dem Blog von Zwitscherhexe ( https://zwitscherhexe.wordpress.com/2016/06/ ) bin ich im letzten Jahr auf die Leinengarne von Lityarn ( http://www.goodyarnshop.com/index/linen/0-6 ) gestoßen. Der schöne Glanz, die vielen tollen Farben und der günstige Preis haben mich sofort zum Kauf verleitet. Zumal ich reines Leinen noch nie verstrickt hatte und ich das mal probieren wollte.



Das Garn hat eine LL von 600m/100g, eine LL die ich für Pullover sehr gerne verstricke. Gestrickt habe ich hier mit Nadelstärke 2,0. Das ist schon eine Herausforderung. Das Leinen muss auch ziemlich fest verstrickt werden, weil es doch sehr hart ist und ein recht unregelmäßiges Maschenbild ergibt.


Da Leinen ein ideales Sommermaterial ist, sollte daraus natürlich ein Sommerpullover entstehen. Das Modell habe ich mir selbst ausgedacht. Insgesamt gefällt mir der Pullover recht gut. Allerdings ist er doch so durchscheinend geworden, dass ich mir ein passendes Top zum drunter ziehen gekauft habe.
Der Halsausschnitt dürfte etwas größer sein. Da ich aber, wie ich das besonders gern mag, RVO gestrickt habe, ist eine Änderung an dieser Stelle im Nachhinein nicht mehr möglich.



Für die Ärmel habe ich ein feines Lochmuster ausgewählt. Und als Schmuckelement im Vorderteil zieht sich ein Lochmusterstreifen in der Mitte nach unten. Die untere Kante hat dann auch eine Lochmusterreihe bekommen.


Ich hab ja beim Einkauf gleich 2 Farben ausgesucht. Allerdings reicht es mir momentan vom Stricken mit Leinen, jetzt ist erstmal wieder was Anschmiegsameres dran.

Und damit beteilige ich mich heute bei RUMS ( http://rundumsweib.blogspot.de/ ). Schaut doch mal vorbei.

Dienstag, 4. Juli 2017

kleines Geschenk


Ich wollte jemandem, den ich gar nicht persönlich kenne eine kleine Freude machen. Da kamen mir natürlich als Erstes meine Lieblingsarmbänder in den Sinn. Sie passen eigentlich auf jedes Handgelenk, sind bequem, können nicht verloren gehen und was ich auch sehr wichtig finde, sie verursachen keine Schäden an der Kleidung. Inzwischen hat es sich auf den Weg gemacht und ich hoffe, dass es in jeder Hinsicht gut ankommen wird.


Diesmal habe ich euch auch ein Tragefoto gemacht. Ich finde, die sehen einfach toll aus am Arm.

Und damit beteilige ich mich heute am Creadienstag ( http://www.creadienstag.de/ ) bei Handmade on Tuesday ( http://handmadeontuesday.blogspot.de/ ) und bei den Dienstags Dingen ( http://dienstagsdinge.blogspot.de/ ). Schaut doch mal vorbei.

Samstag, 1. Juli 2017

Buchvorstellung: "Saving Grace" von B.A. Paris


Heute habe ich ein mega spannendes Buch für euch. Lest hier zuerst wie immer den Klappentext:

Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar. Die dreiunddreißigjährige Grace ist warmherzig, liebevoll, bildhübsch. Jack sieht gut aus, ist charmant und kämpft als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und nimmt doch niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun Jacks und Graces wunderschönes Haus? Doch wenn man Grace danach fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. Denn Jack ist immer – wirklich immer – an ihrer Seite …

Schon beim Lesen des Klappentextes wurde mir mulmig zu Mute. Kann es so viel Perfektion geben? Kann es ein Paar geben das so unzertrennlich ist wie Grace und Jack? Voller Spannung habe ich mit dem Lesen begonnen.

Grace ist eine taffe Frau, die ihr Leben gut im Griff hat und sich dabei noch rührend um ihre behinderte Schwester kümmert. Mollie hat das Down Syndrom, weshalb ihre Eltern am liebsten nichts mit ihr zu tun haben wollen. Für Grace ist klar, dass sie immer für Mollie da sein wird. Leider ist sie deshalb Single, denn bisher hat sich kein Mann gefunden, der bereit ist, mit Mollie zu leben und für sie zu sorgen. Deshalb erscheint es Grace wie ein Wunder als sie Jack kennen lernt. Der wahnsinnig gut aussehende, smarte Anwalt bezaubert die beiden von Anfang an und Grace ist überglücklich, als er sie um ihre Hand bittet. Gemeinsam planen sie das perfekte Haus, in das außer ihnen beiden, nach Beendigung ihrer Internatsschule, auch Mollie einziehen soll. Jack kümmert sich um alle Vorbereitungen, er möchte Grace mit allem überraschen. Das einzige was Grace komisch findet ist, dass Jack möchte, dass sie ihre geliebte Arbeitsstelle aufgibt... Aber daran soll es nicht scheitern und Grace stimmt zu, sich nur um Haus und Garten und natürlich Jack zu kümmern. Vor allen Freunden erscheinen sie als das absolut perfekte Paar mit dem absolut perfekten Haus und dem absolut perfekten Leben.... Aber wer kann schon hinter die Fassaden schauen. Schon an ihrem Hochzeitstag lernt Grace eine vollkommen andere Seite von Jack kennen, eine Seite die sie in Angst und Schrecken versetzt.....

Das Buch beginnt gleich sehr spannend. Die Kapitel wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit. So lernt man Grace schnell als warmherzige liebevolle Frau kennen, die sich rührend um ihre Schwester kümmert und dabei versucht, die Herzlosigkeit ihrer Eltern wieder gut zu machen. In den Rückblicken erfährt man dann auch, wie Grace in ihre prekäre Situation gelangt ist und wie perfekt sie von Jack manipuliert wurde....

Dieses Buch sollte man wirklich nur beginnen, wenn man gerade viel Zeit hat, denn es aus der Hand zu legen kosten viel Überwindung. Ein Thriller allererster Güte der wirklich unter die Haut geht.

Donnerstag, 29. Juni 2017

Magic Carpet


Auch heute zeige ich euch wieder ein Armband. Ich finde ja, gerade im Sommer wenn man kurzärmlige Kleidung trägt kommen die besonders schön zur Geltung und man kann nicht genug davon haben.


Auf Pinterest bin ich über ein Foto dieses Magic Carpet Armbands gestoßen. Dazu gibt es eine freie Anleitung als You tube Video.
Zuerst wird ein Untergrund aus 6er Rocailles gefädelt, die dann jede für sich eine aufwendige Verzierung erhält. Wenn das Armband flach da liegt wirkt es wie ein geschlossener Teppich. Beim Tragen zeigt sich aber, dass es sich sehr geschmeidig am Arm anlegt und jede Bewegung mitmacht. Das bringt natürlich die unzähligen Bicones wunderbar zum Leuchten.


Das Armband hat ein ordentliches Gewicht, was ich aber sehr mag. Und die Neumannschließe hält das auch gut und sicher fest.

Und damit beteilige ich mich heute bei RUMS ( http://rundumsweib.blogspot.de/ ). Schaut doch mal vorbei.

Dienstag, 27. Juni 2017

noch eine Elisabeth


Ich gestehe, ich bin ein Wiederholungstäter. Diese Elisabeth-Armbänder gefallen mir so gut, dass ich gleich noch eine dritte Version gefädelt habe. Diesmal in lila und auch dieses Armband habe ich mit dem tollen Magnetverschluss versehen, der das An- und Ausziehen so bequem macht.


 Und damit beteilige ich mich heute am Creadienstag ( http://www.creadienstag.de/ ) bei Handmade on Tuedsday ( http://handmadeontuesday.blogspot.de/ ) und bei den Dienstagsdingen ( http://dienstagsdinge.blogspot.de/ ). Schaut doch mal vorbei.

Sonntag, 25. Juni 2017

Buchvorstellung: "Lichtertod" von Iris Müller


In dieser Woche gibt es wieder mal einen klassischen Krimi. Und wie ihr es schon gewohnt seid, gibt es erstmal den Klappentext:

In der Vorweihnachtszeit strahlt Salerno in einem ganz besonderen Glanz: Wenn die Tage kürzer werden, verzaubert ein Meer von Weihnachtslichtern die malerische Hafenstadt an der Amalfiküste. Doch dieser Zauber wird jäh durchbrochen, als statt der Lichtinstallation ein kunstvoll an einer Hauswand drapierter menschlicher Kopf für Aufsehen sorgt. – Der zweite mysteriöse Mordfall innerhalb kurzer Zeit für Salernos frischgebackene Hauptkommissarin Patrizia Vespa, die erkennen muss, dass sie sich inmitten eines blutigen Rachefeldzuges befindet. Denn schon bald wird Salernos Lichtertraum durch den nächsten grausamen Mord getrübt ...

Das Buch beginnt mit dem Eröffnungsabend des neu renovierten Opernhauses in Salerno. An diesem Abend kommt es zu einem tragischen Unglück, bei dem es Tote und Verletzte gibt...
17 Jahre später ärgert sich Patrizia Vespa, die zuständige Kommissarin in Salerno darüber, dass es ihr nicht gelungen war, den Mordfall der vor einem Jahr geschehen war aufzuklären. Damals war ein Polizist tot im Wasser aufgefunden worden. Nun soll die Ermittlung beendet werden, weil es keine neuen Fakten mehr gibt, die zur Aufklärung des Falls führen könnten. Wie jedes Jahr soll an diesem 1. November die große Lichterinstallation eröffnet werden, die größte Attraktion der Stadt, die immer viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Doch in diesem Jahr findet sich zwischen den strahlenden Lichtern ein menschlicher Kopf, der fein säuberlich vom Körper getrennt, an einer Hauswand zur Schau gestellt wird. Schnell wird klar, dass es sich dabei um den Kopf eines von seiner Ehefrau vermisst gemeldeten Architekten handelt. Patrizia Vespa und ihre Kollegin Christina D'Avossa nehmen die Ermittlungen auf. Der Druck ist doppelt hoch, denn ein erneutes Versagen kommt für Patrizia nicht in Frage.  Dennoch gestalten sich die Ermittlungen als recht schwierig und die Polizistinnen kommen nur zögernd voran. Dabei treffen auch ihre unterschiedlichen Temperamente aufeinander. Patrizia stammt aus Norditalien, Christina ist eine klassische Südländerin. Beide haben ihre Ecken und Kanten, ergänzen sich aber als Team perfekt.
Dann kommt es zu einem weiteren Mord und so langsam gelingt es den Ermittlerinnen, die Ereignisse, die mit dem vor langer Zeit geschehenen Unfall im Opernhaus zusammenhängen, zu entwirren.
Auch als Leser bleibt man im Unklaren und der Fall nimmt eine Wendung, die man sich nicht hätte vorstellen können......

Iris Müller ist es gelungen, einen spannenden Krimi zu schreiben, der einen mitnimmt ins italienische Leben, der einen Eindruck vermittelt von Salerno und der von der ersten bis zur letzten Seite spannend erzählt ist.

Der Roman ist der Auftakt einer Serie um Kommissarin Vespa, der nächste Teil soll Anfang 2018 erscheinen. Ich freu mich drauf.

Freitag, 23. Juni 2017

ein Uralt-Ufo wird fertig


Vor vielen Jahren, ich glaube es sind so zwischen 20 und 25, habe ich mir mal ein Burda Kreuzstichheft gekauft und voller Elan das obige Stickbild begonnen.  Und eigentlich habe ich auch viel Geduld für Handarbeiten und langwierige Arbeiten, aber die schwarz-weiß Vorlage mit den klitzekleinen Symbolen hat mir echt was abverlangt. Und auch das Zählen auf dem feinen Stoff fand ich sehr mühselig. So verschwand das schöne Teil dann im Schrank.... Zwischendurch fiel es mir immer wieder mal in die Hände und weil es mir immer noch gefiel habe ich auch immer wieder ein paar Stiche gemacht um es denn entnervt wieder weg zu legen. Vor ein paar Tagen fiel es mir dann erneut in die Hände. Und wieder tat es mir unendlich Leid um das schöne Teil, die bereits hineingesteckte Arbeit und das liegen gebliebene Material.

Da kam mir Jutta ( http://stoffundnadel.blogspot.de/ ) in den Sinn. Ihren Blog verfolge ich schon länger, ihre tollen Kreuzsticharbeiten gefallen mir sehr. Ich wusste auch, dass Jutta auch meinen Blog liest, weil ich von ihr schon ein paar freundlichen Kommentare erhalten hatte. Da hab ich sie kurzentschlossen angeschrieben und sie gefragt, ob ich ihr die Sachen schenken darf, weil ich es nicht übers Herz bringe, sie in den Mülle zu werfen. Jutta schickte mir ihre Adresse und am nächsten Tag hab ich alles verpackt und verschickt und war ganz glücklich dabei.

Wieder ein paar Tage später fand ich dann einen Umschlag mit Juttas Absender in meinem Briefkasten. Ihr könnt euch vorstellen, wie baff ich war, als aus dem Umschlag das fertige Bild zum Vorschein kam!

Jutta meinte, es wäre nicht mehr so viel Arbeit gewesen und die Vorlage und das Material seien ihr Lohn genug! Ist das nicht lieb? Mit so etwas hätte ich nie gerechnet! Vielen, vielen herzlichen Dank liebe Jutta!

Dementsprechend habe ich vor dem Versand natürlich auch kein Foto gemacht und so musste ich das obere Bild von Juttas Blog klauen....

Nun werde ich mich also nach einem schönen Rahmen umsehen, das Bild ordentlich bügeln und den von Jutta mitgelieferten Vliesstoff aufbügeln. Und dann werde ich für das schöne Stück endlich einen geeigneten Platz aussuchen.



Und wenn das nicht zum Freutag ( http://freutag.blogspot.de/ ) passt , dann weiß ich auch nicht. Schaut doch mal vorbei, was es sonst noch zum freuen gibt.

Donnerstag, 22. Juni 2017

es glitzert


Ich hatte mal wieder Lust ein Belagarmband zu fädeln. Diesmal habe ich mich für eine elegante Variante in braun gold entschieden.


Der Verschluss in gold trägt zur edlen Wirkung bei.


Auf dieser ausgebreiteten Darstellung kann man den Farbverlauf besser erkennen.

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Dienstag, 20. Juni 2017

zarter Sommerschmuck


Wenn es draußen heiß ist, dann mag ich auch keinen dicken Schmuck, der mir warm um den Hals liegt. Deshalb habe ich hier mal eine feine Kette gefädelt. Es ist eine Mischung aus Herringbone- und Chenillestich in kühlem Türkis mit Blau. Ich habe einen Magnetverschluss angebracht, der gleichzeitig auch als Zierelement vorne getragen werden kann.  Perfekt für den Sommer.

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Donnerstag, 15. Juni 2017

klassisches Elisabeth-Armband


Die Idee der Elisabeth-Armbänder stammt vom Perlenstand ( https://www.der-perlenstand.de/kreativecke/kreativsets--anleitungen/anleitungen-armbaender/armband-elisabeth.php )  Ein einfach zu fädelndes Armband mit großer Wirkung!


Es legt sich sehr geschmeidig ans Handgelenk und wie viel "Bling" das hat seht ihr ja selbst. Schon auf dem oberen Foto im ganz normalen Tageslicht schimmern die Glasschliffperlen. Für die unteren Bilder habe ich das Teilchen auf eine dunkelgraues Sweatshirt gelegt, im Blitzlicht wird der wunderbare Schimmer noch mehr eingefangen.

Das Armband hat einen breiten Magnetverschluss, so kann es ganz einfach an- und ausgezogen werden.


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Dienstag, 13. Juni 2017

klein und fein


Klein und fein sind diese Ohrschmücker. Die leuchtende Farbe macht sie aber trotzdem zu Hinguckern. Dieses Paar ist schon an eine liebe Bekannte verschenkt - rot ist ihre Lieblingsfarbe.


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Samstag, 10. Juni 2017

Buchvorstellung: "Der Ruf der Bäume" von Tracy Chevalier


Diese Woche geht es mal nicht um einen Krimi. Aber hier wie immer zuerst der Klappentext:

Amerika, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Goodenoughs träumen von fruchtbarem Ackerland im Westen, bleiben aber mit ihrem Planwagen kläglich im Sumpfland von Ohio stecken. Der verzweifelte Versuch, hier eine Apfelplantage anzulegen, endet tragisch. Fasziniert von Erzählungen über Bäume, die angeblich in den Himmel wachsen, zieht der jüngste Sohn Robert weiter westwärts, bis nach Kalifornien. Doch am Ziel seiner Träume wird er von seiner tragischen Familiengeschichte eingeholt.

Als ich dieses Buch zur Rezension bekam, dachte ich zuerst an einen klassischen Siedlungsroman, so mit Ankunft, Aufbau unter Schwierigkeiten, großer Liebe, Happy End.... Aber ich wurde schnell eines besseren belehrt.

In der Hoffnung auf ein besseres Leben zieht das Ehepaar Goodenough  mit seinen Kindern Mitte des 19. Jahrhunderts  nach Westen. In den Sümpfen des Black Swamp in Ohia bleiben sie buchstäblich hängen. Hier im Sumpf versuchen sie unter den härtesten Bedingungen eine Apfelplantage aufzubauen. Während James Liebe den süßen Tafeläpfeln gilt möchte Sadie am liebsten nur Mostäpfel anbauen aus deren Saft man Cider und Applejack brennen kann, einen Alkohol dem sie mehr und mehr verfällt. Jedes Jahr im Sommer wird die Familie von Stechmücken gepeinigt, die das Sumpffieber verbreiten und jedes Jahr fällt eines der Kinder dem Fieber zum Opfer. Stoisch arbeiten die restlichen Familienmitglieder weiter, um das Wenige, das sie sich bisher aufbauen konnten nicht auch noch zu verlieren. Nur alle paar Monate machen sie sich auf den Weg in die nächste Stadt um andere Farmer zu treffen und ihre Vorräte aufzufüllen. Die Liebe hat Sadie und James schon lange verlassen und immer mehr kämpfen sie verbittert gegeneinander und für ihre eigenen Ziele...Von den Kindern erfährt man dabei recht wenig. Dann kommt es zu einem tragischen Unglück.

 Der Sohn Robert flieht von der Farm nach Westen. In immer anderen Jobs hält er sich über Wasser und nach einiger Zeit zieht er auch immer wieder weiter. Dann hört er von den Riesenbäumen, den Redwoods und möchte sie selber sehen. Beim Anblick verfällt er den Riesenbäumen sofort, so wie sein Vater damals den Apfelbäumen. Er arbeitet zusammen mit einem Botaniker, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Samen und Setzlinge der Bäume zu sammeln und nach England zu transportieren.... Aber Robert kann sich Vergangenheit nicht hinter sich lassen...

Tracy Chevalier romantisiert in ihrem Roman nichts. Sie beschreibt das harte Leben der Siedler ohne Beschönigung. Man kann sich sehr gut hineinversetzen in die Charaktere die mit großen Hoffnungen aufgebrochen sind und nun eine große Ernüchterung und auch das Scheitern erleben. Zusätzlich spannend wird das Buch durch die unterschiedlichen Erzählebenen. Einige Jahre werden überbrückt durch den Briefwechsel zwischen Robert und seiner Schwester Martha.

Das Buch erzählt auf hervorragende Weise eine recht tragische Geschichte an deren Ende ein Aufbruch steht... Ich fand es sehr beeindruckend und lesenswert.



Donnerstag, 8. Juni 2017

Einkaufsnetz


Auf Pinterest bin ich in letzter Zeit immer mal wieder über solche gehäkelten Einkaufsnetze gestoßen. Und da die Plastikvermeidung ja wirklich Sinn macht und in meinem Vorrat auch noch genügend Baumwollgarn war habe ich mich gleich ans Werk gemacht. Ca.  1,5 Knäuel Garn sind in diesem Teil verhäkelt,trotzdem ist es nicht allzu groß. Als kleiner Beutel für die Handtasche ist es sicher gut geeignet. Für größere Markteinkäufe bräuchte man eine größere Version....


Und damit beteilige ich mich heute bei RUMS ( http://rundumsweib.blogspot.de/ ). Schaut doch mal vorbei.

Dienstag, 6. Juni 2017

Sampler Sweater


Von ihrem Auslandsaufenthalt in England hatte mir meine Tochter auch einige Strickzeitschriften mitgebracht, darunter eine Ausgabe des knitnowmag. Und dieser Sampler Sweater hatte auch gleich ihren Geschmack getroffen. Zu Weihnachten habe ich ihr dann einen Gutschein für einen Pullover geschenkt und sie entschied sich für dieses Modell. Lt. der angegebenen Maschenprobe schien die Berechnung perfekt für Wollmeise pur  zu passen.


Anfang März war es dann Zeit für einen Ausflug nach Pfaffenhofen zur Wollmeise und meine Tochter entschied sich für die Pur in Farbe O-Rh-negativ, ein wirklich wunderschönes sattes Blutrot. Und dann nahm das Elend seinen Lauf: Die angegebenen Maschenzahl passte überhaupt nicht zu den Maßen meiner Tochter, also beschloss ich, den Pullover selbst zu berechnen. Da das Musterteil im Vorderteil sehr breit ist beschloss ich, den Pullover von unten zu stricken. Ab Armhöhe wollte ich dann als Raglan weiter stricken.
Aber es sollte eine Weile dauern, bis ich so weit war. Das Gerstenkornmuster an dunklen Abenden bei tiefdunkelroter Wolle führte zu einigen Fehlern und damit zu einigem Ribbeln..... (Ehrlich gesagt, stricke ich eigentlich nie so viel Mist wie bei diesem Pullover...) Dann stellte ich fest, dass die erste Variante zu kurz geraten war, also  hab ich wieder geribbelt und den Pullover um einen Mustersatz verlängert.


Der nächste Stolperpunkt war dann der Raglan, er fügte sich im Muster gar nicht gut ein. Also war wieder Ribbeln angesagt. Danach habe ich den Körper ganz klassisch beendet. Die Ärmel waren ja zu diesem Zeitpunkt schon bis zum Armausschnitt gestrickt, aber oben etwas eng. Also habe ich auch hier den letzten Mustersatz geribbelt und etwas mehr Maschen zugenommen. Selbstverständlich klappte auch die Armkugeln (so etwas hab ich seit vielen Jahren nicht mehr gestrickt) nicht auf Anhieb. Aber der zweiter Versuch war dann gut.



Und so kam es, dass das Stricken dieses Pullovers sich wie Kaugummi in die Länge zog. Eigentlich betrachte ich Strickereien für meine Tochter immer als Babypulli, den Größe XS ist normalerweise ratzfatz gestrickt, dieses Modell hat mich eines besseren belehrt. Aber nun ist er fertig, sitzt prima und wartet auf die ersten kühlen Herbsttage, aber das hat ja noch Zeit.

Mit diesem Teil beteilige ich mich heute am Creadienstag ( http://www.creadienstag.de/ ), bei den Dienstagsdingen ( http://dienstagsdinge.blogspot.de/ ) und bei Handmade on Tuesday ( http://handmadeontuesday.blogspot.de/ ). Schaut doch mal vorbei.